Veranstaltungshinweise

Die Musikerinnen und Musiker des diesjährigen Band-Workshops von Thomas Langer präsentieren die Resultate in einem Abschlusskonzert am Sonntag, dem 4. Dezember auf der Maximal-Bühne in der Eisenbahnstraße 13. In Band I wirken mit: Alex Köper (git), Benny Kenji (bs), Jan Iser (dr), Niko Huber (git), Monika Krenig (fl/keys), Roger Pech (trp). In Band II wirken mit: Dieter Walz (git), Heinrich Walter (dr), Karla Pohl (keys), Maribel Krug-Lopez (voc), Pia Niebmann (git), Sven Lofer (sax).
Leitung des Workshops: Thomas Langer
Der Workshop wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziell gefördert.

Wenn ein Musiker in Deutschland eigene Texte schreibt und seine Songs selbst komponiert und auch singt, nennt man ihn gemeinhin Liedermacher. Manche von ihnen sind Geschichtenerzähler wie Reinhard Mey, andere sind humoristisch-ironisch Vertreter wie Kreisler oder Roski, wieder andere gesellschaftskritisch Sänger wie Biermann oder Degenhardt. In keine dieser Schubladen passt der Bassist, Sänger und Songschreiber Heinz Ratz. Die stilistische Bandbreite seiner Musik reicht von Ska, Polka, Walzer, Rock bis Punk. Seine Texte sind nachdenklich-politsch mit einer kräftigen Prise kabarettistischem Ulk. Für die unbequemen Wahrheiten, die er in seinem originellen Stilmix so schön verpackt, wurde er bereits mehrfach von der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Zuletzt für den Song „Herr Minister“, einem Schlaflied für die Innenminister und sonstigen Abschiebebehörden.

Der 2008 in Frankfurt am Main verstorbene schottische Saxophonist Colin Dunwoodie prägte mit seiner unverwechselbaren Art über 20 Jahre lang die Live-Musikszene im Rhein-Main Gebiet. Der kreative Saxophonist war Mitglied verschiedenster Formationen wie der „Berry Blue Band“ und dem „Rothengrund Art Ensemble“ zusammen mit Ernst Seitz, Udo Brenner, Günter Bozem, Silvia Sauer und Stefan Seitz. Dunwoodies Verbindungen in die Region sind so zahlreich wie seine musikalischen Weggefährten. So gehören zu seinen Stationen auch die freie Musikschule Rodgau, an der er einige Jahre wirkte, aber natürlich auch das Maximal, in dem er vor fast genau 17 Jahren, nämlich im Dezember 1999, mit „Breakfastclub“ aufgetreten ist. Damals am Schlagzeug Rudi Hagenau und an der elektrischen Gitarre Oliver Kraus, der demnächst mit eigener Formation ebenfalls im Maximal auftreten wird.

Berlin, Gütersloh, Mühlheim an der Ruhr, Rodgau, Fürth, Hamburg sind die ersten Stationen der zweimonatigen Deutschland-Tour des Schlagzeugers Torsten Zwingenberger mit seinem neuesten Projekt „Berlin 21“. Der Bandleader hat mit Drumming 5.1 eine sensationelle Technik des Schlagzeugspiels entwickelt, für die er das klassische Drumset um vielfältige Perkussionsinstrumente erweitert hat und mit artistischer Präzision bespielt.
Seit 1980 lebt Zwingenberger in Moabit, dem zentral gelegenen Berliner Stadtviertel, das früher den Postzustellcode Berlin 21 trug. Dieser temperamentvolle Stadtteil ist geprägt von Dynamik und parallelen Lebenswelten. Inmitten dieses bunten Großstadtbezirks hat Zwingenberger viele seiner legendären Bandformationen gegründet, so auch sein neuestes Projekt: „Berlin 21“. Das Quartett mit Torsten Zwingenberger (dr), Martin Lillich (b), Lionel Haas (p) und Tim Seier (g) steht für das quirlige Lebensgefühl Moabits.

Der gute Ruf der Maximal Kulturinitiative reicht bis nach Kanada, so dass zunehmend Musikerinnen und Musiker aus Nordamerika auf ihren Tourneen den Weg nach Rodgau finden. Die kanadische Singer/Songwriterin Melanie Decker ist erstmals 2015 im Rodgauer Maximal aufgetreten. Publikum und Künstlerin waren so begeistert von dem Konzert, dass man sich schnell über eine Neuauflage einig war. Am Freitag, dem 18. November, ist es soweit. Melanie Dekker ist wieder live auf der Maximal-Bühne in der Eisenbahnstraße 13 in Rodgau-Jügesheim zu erleben.